06. März 2026
Rückblick „Maschinenlaufzeiten rauf – Produktionskosten runter“
Wie lassen sich Maschinenlaufzeiten steigern und Produktionskosten senken? Dieser Frage widmete sich eine Veranstaltung des MEMA-und Kunststoff-Netzwerks Anfang März bei der HEDELIUS Maschinenfabrik GmbH in Meppen.
Praxisimpulse bei HEDELIUS in Meppen
Unter dem Motto „Maschinenlaufzeiten rauf – Produktionskosten runter“ erhielten die Teilnehmenden praxisnahe Einblicke in Methoden und digitale Werkzeuge zur Optimierung von Fertigungsprozessen.
Heinz-Herrmann Menke (MENKE MQA) betonte, wie wichtig es ist, Prozesse und Wertschöpfungsketten zunächst klar zu verstehen. Er stellte bewährte Methoden wie 5S-Analysen, kontinuierliche Verbesserungsprozesse (KVP), REFA- und KAIZEN-Methoden sowie Kennzahlensysteme vor. Ziel ist es, Verschwendung sichtbar zu machen und Optimierungspotenziale zu identifizieren.
Ein Schwerpunkt lag auf der Softwarelösung TimeView, die Maschinenlaufzeiten in Echtzeit analysiert. So lassen sich Stillstandzeiten, Rüstzeiten oder ungenutzte Kapazitäten schneller erkennen – besonders bei Dreh-, Fräs- oder Laserbearbeitungsmaschinen. Ergänzend wurde die ERP-Lösung jKarat ERP vorgestellt, die eine integrierte Planung ermöglicht und den Weg zu automatisierter Fertigung ebnet.
Die F. Lüttmann GmbH zeigte, wie digitale Lösungen für Werkzeug- und Messmittelverwaltung unnötige Stillstände vermeiden. Fehlende Werkzeuge oder aufwendige Suchprozesse führen oft zu Produktionsausfällen – hier bieten digitale Tools erhebliche Einsparpotenziale.
HEDELIUS, seit 1967 Hersteller von CNC-Bearbeitungszentren, bot den Teilnehmenden eine Werksführung mit Live-Fräsvorführungen. Die Demonstrationen zeigten, wie Automatisierung die Effizienz steigert.
Der direkte Dialog zwischen regionalen Unternehmen machte die Veranstaltung besonders wertvoll. Die begrenzte Teilnehmerzahl ermöglichte intensive Diskussionen zu Produktionsoptimierung und digitaler Fertigungssteuerung.
Fazit:
Mehr Maschinenlaufzeit entsteht durch das Zusammenspiel klarer Prozesse, transparenter Daten, digitaler Planung und organisierter Nebenprozesse. Wer diese Faktoren konsequent umsetzt, bleibt langfristig wettbewerbsfähig.
